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Vom 15.01.2009

Außer Kontrolle

Simbabwe: Über 80 Cholera-Tote in 24 Stunden

Windhoek/Harare/Genf – Die Cholera in Simbabwe breitet sich immer schneller immer weiter aus. Wie die Weltgesundheitsorganisation WHO gestern in Genf mitteilte, stieg die Opferzahl sprunghaft auf jetzt 2106 Tote an. Seit Beginn der Epidemie im August hätten sich fast 40500 Menschen infiziert. In nur 24 Stunden starben damit mehr als 80 Menschen. Besonders erschreckend ist nach Angaben der WHO, dass die Sterberate für neu registrierte Fälle bei 12,6 Prozent liegt – und damit deutlich höher als die für Simbabwe eigentlich ermittelte Quote von 5,2 Prozent. Verantwortlich dafür ist nach Ansicht der WHO das völlig kollabierte Gesundheitswesen und die marode Wasserversorgungsinfrastruktur.
Einzige gute Nachricht gestern: Ein zwei Jahre alter Junge wurde nach Wochen aus der Untersuchungshaft in die Obhut von Verwandten entlassen. Er saß mit seinen Eltern im Gefängnis, die sich mit sieben weiteren Menschrechtsaktivisten wegen Planung und Vorbereitung eines Putschs gegen Präsident Mugabe verantworten müssen. Bislang hatte der kleine Nigel auch die wiederholten Auftritte der Eltern vorm Ermittlungsrichter mitmachen müssen. Die oppositionelle MDC kritisiert den Prozess als „aus den Fingern gesaugt“.

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