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Vom  8.01.2009

Anklage erhoben

Simbabwe: Regierungsgegnern droht Todesstrafe

Windhoek/Harare – In Simbabwe sind gestern erstmals sieben von dutzenden in den vergangenen Wochen inhaftierten Regierungsgegnern offiziell angeklagt worden. Ihnen werden Planung und Durchführung von zwei kleinen Bombenanschlägen auf Polizeistationen in Harare zur Last gelegt, alle sieben, unter ihnen ein enger Berater von Oppositionsführer Morgan Tsvangirai, plädierten auf nicht schuldig. Ihr Anwalt Alex Muchadehama nannte die Anklage „lächerlich und skandalös”. Bei einer Verurteilung droht ihnen die Todesstrafe.
Präsident Robert Mugabe hat derweil gestern acht amtierende Minister ernannt, nachdem er in der Vorwoche zwölf bisherige Amtsträger entlassen hat. Damit ließ er seiner Ankündigung, bis Ende Februar eine Regierung bilden zu wollen, nun Taten folgen. Prominenteste Personalie ist der bisherige Justizminister Patrick Chinamasa: Er amtiert jetzt als Finanzminister.
Wie heruntergekommen der gesamte Staat mittlerweile ist, zeigt die neuste Maßnahme der Regierung: Gestern wurde der Schulstart um zwei Wochen verschoben. Offizielle Begründung: Die Prüfungen des abgelaufenen Schuljahrs seien noch nicht benotet worden.

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