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Vom 20.02.2009

„Reine Verzögerungstaktik“

Kautionsantrag von Bennett nicht vor Gericht – Ehefrau kritisiert MDC

Windhoek/Harare/Mutare – Roy Bennett, Simbabwes inhaftierter designierter Vize-Landwirtschaftsminister, bleibt weiter politischer Spielball. Die für gestern angesetzte Kautionsanhörung am Obergericht Harare fand nicht statt. Die Staatsanwaltschaft habe dies mit Abwesenheit eines Experten begründet, wurde der AZ gestern aus dem Umfeld der MDC-Führung mitgeteilt. „Das ist reine Verzögerungstaktik“, so der Informant. Der am Freitag verschleppte Bennett (52) bleibt somit weiter in Mutare in U-Haft, am 4. März wird der Prozess gegen ihn fortgesetzt. Währenddessen hat Präsident Robert Mugabe gestern in Abwesenheit Bennetts 24 Vizeminister eingeschworen.
Derweil ist einer der Anklagepunkte gegen den 52-Jährigen, die versuchte illegale Ausreise, fallen gelassen worden. Das entlastet auch die Gruppe, mit der Bennett am Freitag nach Johannesburg fliegen wollte, darunter auch die AZ-Reporterin. Bennett muss sich weiterhin wegen Terrorismus und Banditentums, Verschwörung und illegalen Waffenbesitzes verantworten.
Gestern hat sich seine Ehefrau massiv über die MDC beschwert: „Sie tun nichts. Ich bin mir sicher, dass es Roy in Haft trotz der neuen Regierung genauso schlecht geht wie unter Mugabes alleiniger Führung“, so Heather Bennett gegenüber dem südafrikanischen Sender eTV.

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