Holzkreuze am Reiterdenkmal fordern Aufmerksamkeit
Für Aufregung haben gestern kleine Holzkreuze gesorgt, die vermutlich während der Nacht zum Mittwoch neben dem Windhoeker Reiterdenkmal aufgestellt wurden. Die meisten der über 50 weiß bemalten Holzkreuze sind mit Hereronamen versehen. Die Nachfrage beim Nationalmuseum und beim Nationalen Denkmalrat erbrachte keinerlei Auskunft über diese „Nacht- und Nebelaktion“. Schaulustige, die sich im Laufe des Tages am Reiterdenkmal einfanden, waren unterschiedlicher Meinung: Die Einen sahen ein Symbol dafür, dass die Opfer des Hererokrieges nicht vergessen werden sollen, die Anderen waren der Ansicht, dass das Reiterdenkmal für eine Zeit steht, an die sich keiner gern erinnere und daher der Reiter weichen solle. Das Gelände an der Alten Feste diente nach dem Deutsch-Hererokrieg als ein Sammellager für Herero. Das koloniale Reiterdenkmal ist inzwischen ein Wahrzeichen der Stadt Windhoek geworden. Der Kabinettsbeschluss, das Denkmal zu versetzen, hat eine Kontroverse ausgelöst.