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Vom 29.04.2008

Warten geht weiter

Simbabwe: Ergebnis wohl erst in einer Woche

Windhoek/Harare – Das Warten auf die Wahlergebnisse in Simbabwe bleibt auch weiterhin eine frustrierende Nervenzerreißprobe. Zwar wurde die Neuauszählung der Stimmen von 23 Wahlkreisen gestern abgeschlossen, trotzdem könnte nach Angaben der staatlichen Wahlkommission (ZEC) eine weitere Woche vergehen, bis Ergebnisse veröffentlicht werden. Ab heute werden die Resultate den beiden Präsidentschaftskandidaten, Amtsinhaber Robert Mugabe und Oppositionschef Morgan Tsvangirai, vorgelegt, die diese dann mit ihren eigenen Zählungen vergleichen dürfen. Laut einem ZEC-Sprecher sei eine weitere Verzögerung wahrscheinlich, da die offiziellen Ergebnisse angefochten würden.

Derweil hat die MDC die Vereinten Nationen um die Entsendung eines Vermittlers nach Simbabwe gebeten, um bei der Lösung der Krise zu helfen. Dies scheint jedoch angesichts Mugabes Ablehnung gegenüber jeglicher Intervention von außen eher unwahrscheinlich. Die Opposition will zudem nun wieder vereint vorgehen: Gestern versöhnte sich Tsvangirai mit Artur Mutambara, dem Führer einer MCD-Splittergruppe.

Ein Gericht in Harare hatte nach einem entsprechenden Gesuch von Anwälten gestern angeordnet, dass rund 215 am Freitag bei einer Razzia in MDC-Büros festgenommene Oppositionelle umgehend dem Haftrichter vorgeführt werden und zudem, wenn nötig, medizinische Versorgung erhalten müssen. Auch wurde Anwälten erlaubt, mit den Festgenommen zu sprechen.
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