Die heutige Titelseite

 

Newsletter


Regen in Namibia

 

Vom  7.05.2008

Ungewissheit bleibt Dauerzustand

Simbabwe: Noch keine Klarheit über Stichwahl – Afrikanische Außenminister beraten

Im tansanischen Arusha sitzen seit gestern die Außenminister der Afrikanischen Union (AU) zusammen, um über die Krise in Simbabwe zu beraten. Das Treffen erfolgt nur einen Tag nach einer Zusammenkunft des Präsidenten der Afrikanischen Kommission, Jean Ping, mit Robert Mugabe in Harare. Über beide Beratungen wurden zunächst keine Details bekannt.
Am Montag hatte auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon erneut seine Sorge über die Gewaltausbrüche in Simbabwe geäußert. Er werde jetzt mit der Führung von SADC und AU über die Rahmenbedingungen einer Stichwahl beraten. Möglich sei die Entsendung von Wahlbeobachtern, aber auch die Ernennung eines Sondergesandten.
Beide Optionen gehören zu Vorschlägen der oppositionellen MDC, die die Teilnahme ihres Spitzenkandidaten Morgan Tsvangirai an einem erneuten Urnengang noch immer nicht bestätigt hat. Eine Stichwahl müsste theoretisch binnen 21 Tagen stattfinden, die Wahlkommission (ZEC) ließ aber bereits einen Aufschub darüber hinaus erkennen. Informationsminister Bright Matonga erklärte sogar, die ZEC könne ein Jahr für die Vorbereitung einer neuen Abstimmung veranschlagen. Die MDC beansprucht den Sieg mit absoluter Mehrheit für sich, die offiziellen Zahlen wiesen 47,9 Prozent für Tsvangirai und 43,2% für Mugabe aus.

Dessen regierende ZANU (PF) hat gestern ihre Anhänger sowie die Opposition aufgerufen, auf Gewalt zu verzichten, gleichzeitig aber erneut polemische Hetze gegen westliche Staaten verbreitet. Vor allem Großbritannien wolle die gesamte Region in ein Theater voller Krieg und Verwirrung verwandeln, um Rohstoffe auszubeuten.

Derweil hat das chinesische Waffenschiff An Yue Jiang nach Angaben der Internationalen Gewerkschaftsvereinigung gestern aus Angola abgelegt. Im Beisein der Polizei seien lediglich Baustoffe abgeladen und Nahrungsmittel sowie Treibstoff an Bord genommen worden. Es sei nicht versucht worden, die 77 Tonnen für Mugabe bestimmtes Kriegsgut zu löschen.

Wirkliche „Neuigkeiten“ hatten gestern lediglich die Banken: Um der Inflationsrate von 165000 Prozent zu trotzen, wurden wieder neue Geldscheine ausgegeben. Der Wert: 100 Millionen und 250 Millionen Simbabwe-Dollar.

Archiv


Wetter

Air Berlin

 

EES GANZ PRIVAT