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Vom 12.05.2008

Tsvangirai stellt sich Duell

MDC-Chef tritt gegen Mugabe an: „Volk hätte sich betrogen gefühlt“

Windhoek/Harare – Der simbabwische Oppositionschef Morgan Tsvangirai wird sich der Stichwahl um das Präsidentenamt stellen. Das gab er am Wochenende in Südafrika bekannt und nahm damit Amtsinhaber Robert Mugabe die Möglichkeit auf einen kampflosen Triumph, der ihm beschieden gewesen wäre, hätte Tsvangirai den Urnengang boykottiert. „Eine Stichwahl kann den Diktator endgültig k.o. gehen lassen. Ich und die Bürger sind bereit für die letzte Runde“, so Tsvangirai vor der Presse in Pretoria. „Unser Volk hätte sich betrogen gefühlt, wenn wir uns der Wahl nicht gestellt hätten.“ Er forderte die SADC auf, sicherzustellen, dass der Urnengang frei und fair ablaufe, auch solle internationalen Beobachtern und Journalisten Zutritt gewährt werden.

Gleichzeitig kündigte Tsvangirai an, in den kommenden Tagen nach Simbabwe zurückkehren zu wollen, um einen „Siegeszug anzutreten“. Aus Angst vor gewalttätigen Übergriffen oder gar einer Anklage wegen Hochverrats hatte sich der Oppositionsführer seit dem ersten Urnengang im Ausland aufgehalten.

Wann die Stichwahl stattfinden wird, ist weiter unklar. Die Wahlkommission ZEC betonte aber, der Termin werde sicherlich nicht innerhalb des vom Gesetz vorgeschriebenen Zeitraums liegen. „Es war sehr ehrgeizig vom Gesetzgeber, anzunehmen, dass 21 Tage genug sein könnten“, so ZEC-Chef George Chiweshe. „Wir versuchen aber, den Urnengang schnellstmöglich durchzuführen.“ Dafür warte man aber noch auf Finanzmittel von der Regierung.
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