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Zerstörung

 

Vom  4.07.2008

Resolution am Dienstag Thema

Windhoek/Harare/New York – Am kommenden Dienstag wird der UN-Sicherheitsrat in New York über das Einfrieren von Auslandsvermögen und Reisebeschränkungen für Simbabwes Präsident Robert Mugabe und elf Personen aus seinem nahen Umfeld abstimmen. Die USA legten gestern offiziell eine Resolution vor, die zudem ein Waffenembargo sowie die Einsetzung eines Sondergesandten vorsieht. Der US-amerikanische UN-Botschafter warb dafür, dass die Resolution, die ausdrücklich nur auf die Verantwortlichen für die Krise abziele, verabschiedet werde. Allerdings droht dies – wie so oft - am Veto von Südafrika, China und möglicherweise auch Russland zu scheitern.

Robert Mugabe bekam derweil gestern Unterstützung: Yahya Jammeh, Präsident Gambias und selbst vor 14 Jahren durch einen blutigen Putsch an die Macht gekommen, nannte Oppositionsführer Morgan Tsvangirai einen „blauäugigen Jungen“ und eine Marionette des Westens. Afrika solle sich hinter die simbabwische Regierung stellen.

Für wenige Stunden wurde gestern die Simbabwe-Krise von einem anderen Thema verdrängt: Ein südafrikanischer Radiosender hatten den Tod von Sambias Präsident Levy Mwanawasa (59) vermeldet, der nach einem Schlaganfall am Sonntag in einem Pariser Krankenhaus auf der Intensivstation liegt. Südafrikas Präsident Mbeki hatte etwas vorschnell zu einer Gedenkminute für den Mugabe-Kritiker aufgerufen, sich aber später für das Missverständnis entschuldigt.
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