Windhoek/Grahamstown – Heute beginnt in der Universitätsstadt Grahamstown in der östlichen Kapprovinz die größte jährliche Medienkonferenz des Kontinents Afrika. Die Fachtagung dauert bis Mittwoch (10. September) an. Seit zwölf Jahren beruft die Journalisten-Fakultät der Rhodes University zusammen mit der südafrikanischen Fernseh- und Rundfunkanstalt SABC jeweils im September das Fachtreffen ein, das von mehreren Großbetrieben Südafrikas unterstützt wird. Es werden über 700 Teilnehmer aus allen Regionen des Kontinents erwartet. Namibia ist durch das Namibische Redakteursforum in Grahamstown vertreten.
In diesem Jahr steht die Konferenz unter dem Thema „Citizen Journalism, Journalism for Citizens“. Dabei geht es sowohl um den rapiden technischen Wandel in der Medienbranche, aber ebenso um Themen der Pressefreiheit und des demokratischen Zugriffs des Bürgers zu den Medien. Der Begriff „Citizens Journalism“ enthält die Erwartung, dass jeder Bürger ein Recht hat, sich interaktiv an den Medien zu beteiligen. Die Veranstalter streben über das vielseitige Programm eine Übersicht an, welche neuen Wege der Medienentwicklung sowohl dem Journalisten als auch dem Bürger Herausforderungen und alternative Chancen bieten.
Neben Vorlesungen, Seminaren und der Vorstellung neuer Medientechniken findet ein kontinentales und ein regionales Redakteurstreffen statt, das vom Verband Africa Editors´ Forum einberufen wird.