Windhoek/Harare – Die Opposition in Simbabwe schaltet auf stur: MDC-Chef Morgan Tsvangirai erklärte gestern, seine Partei akzeptiere nicht, dass Südafrikas Präsident Thabo Mbeki alleiniger Vermittler in der Simbabwe-Krise bleibe. Bis ein weiterer Unterhändler bestimmt und die Art und Weise der Vermittlungen geändert seien, werden man nicht über eine mögliche Einheitsregierung verhandeln, so Tsvangirai.
Auf dem Gipfeltreffen der Afrikanischen Union im ägyptischen Scharm el Scheich war Mbeki in seiner von der SADC beschiedenen Vermittler-Position bestätigt und Verhandlungen über eine Einheitsregierung gefordert worden.
Derweil droht Präsident Robert Mugabe eine härtere Gangart: Die USA wollen dem UN-Sicherheitsrat eine Resolution vorlegen, die Reisebeschränkungen und das Einfreieren von Auslandsvermögen Mugabes und elf weiterer hochrangiger Simbabwer vorsieht.
Erwägt wird zudem offenbar noch immer die Ernennung eines UN-Sondergesandten für Simbabwe. Als mögliche Kandidaten waren z.B. die Ex-Präsidenten Joaquim Chissano (Mosambik) und Olusegun Obasanjo (Nigeria) sowie Ghanas Staatschef John Kufuor im Gespräch.