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Zerstörung

 

Vom 27.11.2008

„Macht die Grenzen zu Simbabwe dicht“

Botswanischer Außenminister will Mugabe-Regierung „aushungern“ – Gespräche gehen weiter

Windhoek/Harare/Gaborone/Johannesburg – Die Regierung Botswanas hat drastische Maßnahmen gegen das Regime von Präsident Robert Mugabe gefordert: Alle Nachbarstaaten sollten ihre Grenzübergänge nach Simbabwe schließen, verlangte der botswanische Außenminister Phandu Skelemani in einem Interview mit der BBC. Da es den Staaten im südlichen Afrika nicht gelungen sei, Mugabe durch Schlichtungsgespräche aufzuweichen, müssten nun Sanktionen her. „Die Staatschefs müssen ihm ins Gesicht sagen, dass er alleine steht und wir den Hahn zudrehen. (…) Wenn eine Woche lang kein Benzin ins Land kommt, kann er nicht bleiben“, so Skelemani. Harare kommentierte die Äußerungen zunächst nicht. Der Außenminister hatte schon vor zwei Wochen Anschuldigungen von Mugabe gegen sein Land als „lächerlich und absurd“ bezeichnet. Erneut ist es einmal mehr Botswana, das sich energisch gegen Mugabe stellt. Präsident Ian Khama erkennt Mugabe nicht als rechtmäßig gewähltes Staatsoberhaupt an. Allerdings hatte auch Südafrika in dieser Woche den Druck verstärkt und eine Finanzspritze für Simbabwes Landwirtschaft in Höhe von 30 Mio. Rand auf Eis gelegt, bis Harare eine Regierung gebildet hat.
Die Verhandlungen darüber gingen derweil in Johannesburg weiter. Präsident Robert Mugabe streitet mit den MDC-Vertretern Morgan Tsvangirai und Arthur Mutambara um die Macht über das Innenministerium. Sprecher der MDC zeigten sich gestern frustriert über den Verlauf der Gespräche. Eine Einigung sei in Kürze nicht zu erwarten.
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