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Gewalt wird zur "sozialen Krankheit"

Zivilgesellschaft von Simbabwe kritisiert mangelnden Fortschritt auf dem Weg zu Stabilität

Windhoek - Die Zivilgesellschaft von Simbabwe ist unzufrieden mit dem politischen Status quo in ihrem Land. Die Umsetzung des Machtteilungsabkommens (GPA) und somit der Weg zur Stabilität werde verzögert, meinen die Mitglieder der "Koalition Krise in Simbabwe", die sich gestern in Windhoek zur Situation im eigenen Land äußerten.

Laut Dewa Mavhinga, Regionalkoordinator der Koalition, unterstütze man den Demokratisierungsprozess in Simbabwe und lasse sich dabei vom GPA leiten, das im Februar 2009 in Kraft getreten ist. Die Hauptziele seien das Aufstellen einer Verfassung, die durch Volksentscheid bestätigt werden soll, sowie im Anschluss freie und faire Wahlen in dem Land. Doch genau dieser Prozess werde durch die Politik und die Einmischung des Militärs verzögert, bedauert Mavhinga. Er fordert ein Ende der Einmischung des Militärs in zivile Angelegenheiten sowie die Umsetzung einer Medienreform mit dem Ziel von mehr Unabhängigkeit.

Blessing Gorejena, die eine Frauenrechtsbewegung als Mitglied der Koalition repräsentiert, kritisiert die andauernde Gewalt und Einschüchterung im Zusammenhang mit politischen Veranstaltungen. Dadurch sei "keine Meinungsfreiheit möglich", sagte sie und fügte hinzu: "Gewalt wird zu einer sozialen Krankheit, das Niveau der Toleranz ist sehr niedrig."

Man suche nun auch Unterstützung in Namibia, erklärte Vimbai Mushongera vom Gewerkschaftsdachverband (ZCTU). Dazu wolle man die hiesige Bevölkerung in den Prozess einbeziehen, sagte sie.

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05-Jul-2012-07:28

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