Windhoek - Die Vorbeuge gegen illegalen Handel und Schmuggel von Kulturobjekten in Ländern des südlichen Afrikas ist wichtig. Dies war das Fazit eines im September abgehaltenen Kongresses zu diesem Thema. Das Resümee wurde gestern von dem Windhoeker Büro der UN-Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) veröffentlicht.
Demnach werde die Ratifizierung von Grundsätzen der UNESCO und der internationalen Förderorganisation des Zivilrechts UNIDROIT zum Kampf gegen kulturellen Schmuggel in vielen Ländern vernachlässigt. Allerdings hätten u.a. die SADC-Länder sich willig gezeigt, ihre staatliche Behörden und Ministerien auf die Einführung der UNESCO- und UNIDROIT-Konventionen aufmerksam zu machen. Alle Forum-Teilnehmer seien sich einig, man müsse die nationalen Justizsysteme verbessern, um dem illegalen Handel entgegenzutreten, so das Windhoeker UNESCO-Büro. So waren sich die Teilnehmer einig, man müsse den Gesetzesvollzug durch Training besser ausbauen sowie die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Behörden und Kulturinstituten auf nationaler Ebene fördern.
Ein weiterer Punkt sei die Schwierigkeit, den Grad des illegalen Handels zu ermitteln. Dies sei auf das Fehlen entsprechender Dokumentation und Registration von bedeutenden Objekten zurückzuführen. Ferner sollten auch bei jeder Gelegenheit die Sicherheitsmaßnahmen überprüft werden. Indes müsse man die Gesellschaft im Kampf gegen Kulturschmuggel einbinden und „die regionale Kooperation fördern“. Hierfür erwäge man, das SADC-Referat für Kultur wiederzubeleben. Außerdem sollten Länder „immer neue Wege ermitteln, die Rückführung von Kulturobjekten (…) zu ermöglichen.“
Das zweitägige Seminar fand Mitte September in Windhoek statt. Es befasste sich mit der Bedrohung durch Kulturschmuggel im südlichen Afrika. An dem Forum nahmen Repräsentanten aus Angola, Botswana, Lesotho, Malawi, Namibia, Sambia, Südafrika, Swasiland und Simbabwe teil (AZ berichtete).