Newsletter

Zerstörung

 

Vom  7.07.2008

Betrugstragödie auf Video

Filmaufnahmen belegen Wahlschwindel in Simbabwe – Mbeki in Harare

Windhoek/Harare – Rund eine Woche nach der umstrittenen Stichwahl um die simbabwische Präsidentschaft ist jetzt ein Video aufgetaucht, das offensichtlich Wahlbetrug belegt. Die Aufnahme, die die britische Zeitung „The Guardian“ heimlich von einem simbabwischen Gefängniswärter hatte anfertigen lassen, zeigen, wie er und seine Kollegen beim Ausfüllen von Briefwahlunterlagen von Anhängern des Präsidenten Robert Mugabe aggressiv unter Druck gesetzt, kontrolliert und dadurch genötigt werden, ihr Kreuz für den 84-Jährigen zu machen. Zudem zeigte die Aufnahme, die auch im Internet abrufbar ist (http://www.bbc.co.uk/iplayer/episode/b00cchjy), wie Wähler gezwungen werden, sich selber als Analphabeten zu bezeichnen und die Stimmabgabe deshalb von Regierungsvertretern erledigen lassen. Das Video war von dem Gefängniswärter unter Lebensgefahr gedreht und außer Landes gebracht worden. Er habe sich laut The Guardian zu der Aktion entschlossen, nachdem sein Onkel, ein Anhänger der oppositionellen MDC, getötet worden sei.

In Harare kam es am Samstag zu einem Gipfeltreffen zwischen Mugabe und Südafrikas Präsident Thabo Mbeki, dem von er SADC berufenen Simbabwe-Vermittler. Während auch Arthur Mutambara, Anführer einer MDC-Splittergruppe, anwesend war, hatte MDC-Chef Morgan Tsvangirai seine Teilnahme kurzfristig abgesagt. Mbeki erklärte nach dem Treffen, es seien jetzt schnellstens Verhandlungen nötig, an denen die MDC teilnehmen solle. MDC-Sprecher Nelson Chamisa erklärte die theoretische Bereitschaft seiner Partei, wenn die Verhandlungen im Rahmen von AU- und SADC-Richtlinien abliefen, allerdings: „Wenn wir mit Mugabe als Vorsitzendem der ZANU (PF) zusammentreffen, haben wir kein Problem. Wir werden das aber nicht tun, solange er als Präsident auftritt.“
Archiv


Anzeige
Wetter

Südafrika

 

Deutsch in Namibia

 

Reiterei in NAM

 

Reiterdenkmal

 

Simbabwe

 

Anzeige
Farm-Enteignung