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Vom 20.10.2008

Auf gleicher Wellenlänge

Namibia und Botswana festigen Nachbarschaftsbeziehung – auch für bessere Gesundheit

Namibias Außenminister Marco Hausiku und sein Amtskollege von Botswana, Phandu Skelemani, sind sich in Kernfragen einig.

© Kirsten Kraft
Botswanas Außenminister Phandu Skelemani.
Swakopmund/Walvis Bay - An ihrer guten Nachbarschaft gibt es nichts zu rütteln. Jetzt müssen lediglich die Beziehungen in manchen Bereichen weiter gefestigt und die Gemeinschaftsarbeit zusätzlich ausgebaut werden. Diese Aussage bestätigten die beiden Amtskollegen beim vierten Kommissionstreffen für Zusammenarbeit, das vom 14. bis 16. Oktober in Walvis Bay stattfand. Folgende Bereiche der Zusammenarbeit wurden unter anderem während des Forums besprochen: Landwirtschaft, Wasserbau, Bergbau, Fischereibetrieb, Informationsaustausch im Bereich der Kommunal- und Regionalverwaltung, Wirtschafts- und Handelsstätten, Fortbildung, Tourismus, Transportwesen und Traditionspflege.
Höhepunkt dieses Kongresses war die Übereinkunft, im Bereich des Gesundheitswesens enger zusammenzuarbeiten. Skelemani unterzeichnete das Abkommen mit Namibias Gesundheitsminister Richard Kamwi. „Wir haben heute einen Vertrag unterschrieben, ohne ihn vorab noch einmal gründlich zu studieren“, sagte Botswanas Außenminister. „Das zeigt, welches Vertrauen wir einander entgegenbringen.“ Die gemeinsame Absichtserklärung ermöglicht nun ein Zusammenarbeit in den folgenden Bereichen: Impfkampagnen, integrierte Verwaltung bei der Bekämpfung von Kinderkrankheiten, Malaria-Kontrolle, der Kampf gegen HIV/Aids und Tuberkulose und die Kontrolle anderer allgemeiner Seuchen.
In seiner Rede ging Skelemani zudem auf die inzwischen erzielten Einigungen und das Streben diese durchzuführen ein. „Ich wurde informiert, dass kürzlich 40 Wasserböcke und 40 Tsessebe problemlos von Botswana nach Namibia übergesiedelt wurden“, nannte er als Beispiel. „Das ist ein weiterer Beweis, wie wichtig ein bilaterales Abkommen und eine gute Nachbarschaft sind.“
Hausiku blickte in seiner Ansprache dazu noch positiv in die Zukunft: „Mit Freuden gebe ich bekannt, dass der Bau einer neuen Bahnschiene zwischen Namibia und Botswana neuen Fahrtwind erhalten hat“, so Hausiku, „das ist ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung einer gemeinsamen Infrastruktur“.
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