ITF: Schiff hält samt heikler Ladung Kurs auf China – Minister lügt
Windhoek/Harare/London – Der internationale Verband der Transportarbeiter (ITF) hat Beteuerungen der simbabwischen Regierung widersprochen, wonach die heikle Ladung des chinesischen Waffenschiffs An Yue Jiang mittlerweile im Land angekommen sei. Dabei, so ITF-Generalsekretär David Cockroft handele es sich lediglich um einen lahmen Trick von Vize-Informationsminister Bright Matonga. „Er bestätigt wieder mal seinen Ruf: Er ist albern und verlogen“, wetterte Cockroft gestern. Die An Yue Jiang sei niemals auch nur in der Nähe der Demokratischen Republik Kongo oder von Kongo-Brazzaville gewesen. „Eine weitere öffentliche Niederlage der ZANU (PF). Ihre propagandistischen Lügen sind nur ein verzweifelter Versuch, diese Demütigung abzuschwächen“. Das Schiff mit 77 Tonnen schwerer Kriegsmunition an Bord liegt nach Angaben der ITF weiterhin auf Kurs nach China.
Die simbabwische Regierung nannte derweil angebliche Attentatspläne auf MDC-Führer Morgan Tsvangirai als frei erfunden. Er habe damit nur Mitleid bei westlichen Geldgebern heischen wollen, so ein ZANU-PF-Sprecher. Die Rückkehr Tsvangirais nach Simbabwe war verschoben worden, nachdem die MDC angeblich von 18 Scharfschützen im Auftrag des Militärgeheimdienstes erfahren haben will, die Tsvangirai und weitere Oppositionelle ermorden sollten.