Vom 11.08.2009 „Lasst uns allein!“Robert Mugabe will keine westliche Hilfe
Windhoek/Harare – Simbabwes Präsident Robert Mugabe hat wieder einmal gegen den Westen gewettert. Wenn dieser die Koalitionsregierung von ihm und seinem Ex-Rivalen sowie jetzigem Ministerpräsidenten Morgan Tsvangirai nicht unterstütze, „soll er uns allein lassen“. Das sagte der 85-jährige Mugabe auf der Beerdigung seines Vize-Präsidenten und Vertrauten Joseph Msika gestern. Dieser war letzte Woche nach langem Herzleiden mit 85 Jahren gestorben.
An der Trauerfeier in Harare nahmen 20000 Menschen teil, darunter auch Tsvangirai. Doch nur Mugabe hielt eine Rede. Und wie so oft machte er aus der Trauer- eine politische Rede. „Lasst uns allein, wir brauchen nicht eure Einmischung!“, sagte er Richtung Westen und antwortete damit implizit auf US-Außenministerin Hillary Clinton. Diese hatte am Wochenende Südafrika besucht und zur Hilfe Simbabwes aufgerufen.
Mugabe kritisierte, dass der Westen nicht helfen, sondern nur Vorschriften machen will. Mit seiner Haltung steht Mugabe im Widerspruch mit Tsvangirai, der erst kürzlich auf einer Reise die westlichen Länder um Wiederherstellung der vollen Beziehungen gebeten hat.
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