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Zerstörung

 

Vom 27.05.2008

„Krieg gegen Ausländer“

Mugabe setzt beim Wahlkampf auf alte Feindbilder – Tsvangirai zurück

Harare – Simbabwes Präsident Robert Mugabe hat bei seinem Wahlkampfauftakt für die Stichwahl am 27. Juni seine ZANU(PF)-Partei zur Geschlossenheit beim „Krieg gegen die Ausländer" - vor allem aus Großbritannien und den USA - aufgerufen. In Harare drohte er dabei dem US-Botschafter mit einer Ausweisung und erklärte zudem: „Es ist ein Krieg zur Verteidigung unserer Souveränität. Wir müssen unsere Differenzen innerhalb der ZANU(PF) zurückstellen, bis der Krieg mit den Ausländern beendet ist."

Die Simbabwer müssten zum Kampf bereit sein oder notfalls sterben, sagte Mugabe, der die oppositionelle MDC seines Stichwahlgegners Morgan Tsvangirai in der Vergangenheit wiederholt als „Agenten des Westens" gebrandmarkt hatte. Er warnte US-Botschafter James McGee vor deren Unterstützung und betonte: „Das hier ist Simbabwe, kein Ausläufer Amerikas!" Sollte McGee sich weiter für die MDC einsetzen, drohe ihm die Ausweisung. Der Botschafter hatte eine umstrittene diplomatische Erkundungstour in umliegende Krankenhäuser unternommen, um sich bei Opfern der Übergriffe gegen die Opposition zu informieren.

Derweil ist Oppositionsführer Tsvangirai am Samstag nach seinem rund sechswöchigen Auslandsaufenthalt nach Simbabwe zurückgekehrt, obwohl es nach einem angeblichen Attentatsplan immer noch Bedenken um seine Sicherheit gibt. Unmittelbar nach seiner Ankunft besuchte er in einem Krankenhaus Gewaltopfer. Nach Angaben der MDC sind bei brutalen Übergriffen gegen ihre Anhänger seit den Wahlen vom 29. März über 40 Menschen ums Leben gekommen.
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